Gemeindebrief
Jesus Christus spricht:
"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig"
(2. Korinther 12,9)
Wir kennen den Kontext:
Paulus, der bis in den dritten Himmel versetzt wurde und von Gott direkte Offenbarungen bekam,
wurde von einem „Engel Satans“ geschlagen, damit er nicht überheblich wird.
Er musste Qualen leiden, bei dem sein Körper wie von einem Stachel durchbohrt wird (Vers 7).
Und auf seine Bitte an Gott, den Stachel wegzunehmen, sagt Jesus:
„Meine Gnade ist alles, was du brauchst, denn meine Kraft kommt gerade in der Schwachheit zur vollen Auswirkung.“
Daher (sagt Paulus) „will ich nun mit größter Freude und mehr als alles andere meine Schwachheiten rühmen,
weil dann die Kraft von Christus in mir wohnt.
Ja, ich kann es von ganzem Herzen akzeptieren, dass ich wegen Christus mit Schwachheiten leben
und Misshandlungen, Nöte, Verfolgungen und Bedrängnisse ertragen muss.
Denn gerade dann, wenn ich schwach bin, bin ich stark.“
(Verse 9+10, Neue Genfer Übersetzung)
Da ist es wieder, das biblische Konzept, das gegen alle menschliche Logik spricht.
Wenn man diesen Text liest und glaubt, dann zittern einem doch die Knie.
Wie oft beten wir für die verfolgten Christen und hören mit Grausen die Qualen,
denen sie ausgesetzt sind. Und wir hoffen und sind froh darüber, dass uns nicht Gleiches geschieht.
Und in diese Situation hinein spricht Paulus, dass er mit größter Freude
diese Schwachheit - Hilflosigkeit -, das Ausgeliefertsein an seine Peiniger erduldet.
Das kann man mit dem menschlichem Verstand nicht erklären.
Das berührt eine ganz andere Dimension.
Erinnern wir uns noch daran als wir Gott unser Leben auslieferten?
Dieses „Ja“ zu Gottes Führung, dieses „Ja“, dass er alles mit uns machen kann und wir ihm vertrauen?
Da haben wir unser Leben, unser Eigenleben in den Tod gegeben, um ein neues Leben, um ein neues Denken zu empfangen.
Da haben wir erlebt, dass es Wahrheit ist, was Jesus sagt:
„Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht“ (Matth. 11,30).
Und nun soll das zu einem Lebensstil werden.
Dazu müssen wir täglich den „alten“ Menschen ablegen (Eph. 4,22 ff) und den „neuen“ Menschen anziehen (Eph. 6,10 ff).
Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch (Jak. 4,7).
Wenn wir das immer wieder wagen, erleben wir diese Freude, von der Paulus spricht,
diese Glückseligkeit (um dieses alte Wort zu gebrauchen), die mit nichts vergleichbar ist
und die unabhängig von äußeren Umständen ist.
Dann erleben wir die Kraft Gottes, leben aus Gottes Kraft. Das ist der Unterschied.
Dann gleicht unser Leben dem Baum, der gepflanzt ist an den Wasserbächen,
der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter verwelken nicht
und alles, was er tut, gerät wohl (Psalm 1).
Helga Jakob
Die Arche und ihr Pastor
Eine Phase geht zu Ende:
Seit Januar 2006 war die Arche NF eine pastorenlose Gemeinde, so wie viele Gemeinden im Neuen Testament.
Ab April 2012 werden wir einen Pastor im Vikariat haben,
der von unserem ehemaligen Pastor Manfred Vetter, FL, begleitet wird.
Viele Mitarbeiter der Gemeinde und auch Freunde der Gemeinde haben sich in den vergangenen sechs Jahren
mit ihren zur Verfügung stehenden Kräften eingebracht. Einiges Neue ist entstanden, anderes hat nicht funktioniert.
Einige sind gegangen, andere sind wieder dazu gekommen.
Wir sind dankbar für Gottes Segen auf unserem bisherigen Weg.
In der Mitgliederstunde am 27.09.2009 wurde beschlossen,
sich nun auf die Suche nach einem pastoralen Mitarbeiter zu machen.
Nicht alle Bedürfnisse, die in der Gemeinde geäußert wurden,
konnten auf Dauer von wenigen ehrenamtlichen Kräften befriedigt werden.
An Manfred Vetter, den NordWestBund-Vorsitzenden,
und an Dirk Seifert, den Ansprechpartner für Pastorenanwärter im Mülheimer Verband,
wurden „Stellenangebote“ geschickt.
Leider standen nicht sehr viele Kandidaten für Nordfriesland Schlange.
Der erste konkrete Interessent entschied sich schon vor dem Kennenlernen für einen andere Gemeinde;
ein anderer ging (dann doch lieber?) nach Afrika.
2010 stellte sich ein Pastor aus dem Süden vor, dem wir als Arche wohl die Türen öffneten,
aber seine derzeitige Gemeinde entschied, ihn zu behalten.
Durch Manfred Vetters Vermittlung kamen wir auf der Delegiertentagung in Mülheim/Ruhr
im Frühjahr 2011 in Kontakt mit gleich zwei Menschen,
die am Ende ihrer theologischen Ausbildung standen und eine Gemeinde für ihr Vikariat suchten:
Jonas Vetter aus Mülheim/Ruhr und Thorsten Mohr aus Bremen.
Wir luden beide, zusammen mit ihren Ehefrauen, für ein verlängertes Wochenende im Herbst nach Nordfriesland ein.
Beide stellten sich allerdings auch in Weil der Stadt, Baden-Württemberg, vor,
denn die Gemeinde dort suchte auch einen (zusätzlichen) Pastor.
Ende September lernten wir Jonas mit Frau und Kind kennen, Ende Oktober Thorsten und seine Frau.
Beide besuchten einige Gemeindeveranstaltungen, den Arche-Kennenlern-Samstagabend,
trafen sich zum Essen mit der Gemeindeleitung, pflegten hier und dort Privatkontakte
und predigten in unserem Gottesdienst.

Und dann sollten alle vier entscheiden!
Weil der Stadt entschied sich am 30.10. für Jonas Vetter, - und Jonas nahm diese Zusage an.
Wir als Arche entschieden uns am 03.11. für Thorsten Mohr
- ohne dass die Entscheidung aus dem Süden der Gemeinde bekannt war.
Und Thorsten sagte noch am gleichen Abend der Arche NF zu, die sein Wunschpartner war.
Er und seine Frau Simone freuen sich auf Niebüll und auf unsere Gemeinde,
in der Thorsten am 01.04.2012 seine Arbeit beginnen wird.
Gott sei Dank - sagen wir im Nachhinein - Gott kann Herzen lenken wie Wasserbäche!
Und dementsprechend heben wir bei Entscheidungen unsere Hände,
nachdem wir sie zuvor zusammengelegt und gebetet haben.
Wir sind dankbar und staunen, welche Wege Gott mit seinen Leuten geht.
Wir freuen uns auf das Neue (im) Jahr 2012.
Sigrid Nielsen
Weihnachtsgottesdienst ???
Warum ist im Plan eigentlich kein HeiligAbend-Gottesdienst vorgesehen?
Diese Frage mag sich manch einer stellen, wenn er sich den Terminplan anschaut.
Als wir uns über die Termine abstimmten, fragten wir in die Runde,
wer über Weihnachten eigentlich da ist und wer an einem HeiligAbend-Gottesdienst teilnehmen würde.
Dabei stellte sich dann heraus, dass lediglich 4 Leute aus der Arche am 24. vor Ort sein würden
- also noch weniger als im letzten Jahr.
Außerdem machen unsere Kinder aus dem Stelzentreff und der Theatergruppe
um 15:00 Uhr in der Christuskirche in Niebüll bei dem Krippenspiel mit
und würden danach vermutlich mit ihren Eltern nach Hause fahren.
Also: Für alle Interessierten eine herzliche Einladung
zum Weihnachtsgottesdienst am 25.12.2011 um 14:00 Uhr in der Arche.
Übrigens: Das Krippenspiel wird auch in der Arche im Rahmen des Gottesdienstes
am 18.12. um 14:00 Uhr aufgeführt.
Das ist die Generalprobe.
Auch dazu eine herzliche Einladung.
Jörg Nielsen
AGW
AllianzGebetsWoche 08.01. - 15.01.2012
Jedes Jahr im Januar finden die Gebetstreffen der AGW statt.
In den letzten Jahren fuhren die interessierten Christen des nördlichen NF
nach Stadum, Breklum, Leck, Süderlügum, Emmelsbüll, Fahretoft, Stedesand, Enge ...
Die letzten Januare waren dunkel und sehr verschneit!!!
Im Jahr 2012 treffen wir uns deshalb nicht „hier und dort in den (Gemeinde-)Häusern (Apg 2,46),
sondern am Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag
jeweils um 19:30 Uhr in der Arche NF im Bachstelzenring in Niebüll.
Außerdem feiern wir am Sonntag, dem 08.01. um 14:00 Uhr dort den Eröffnungsgottesdienst
und am Sonntag, dem 15.01. um 14:00 Uhr den Abschlussgottesdienst.
In der Woche sind weitere Abendtermine spontan möglich.
Thema der AGW 2012 ist „Verwandlung“
- jedoch nicht die durch die guten Vorsätze aus der Silvesternacht,
sondern die Verwandlung durch Jesus, an den wir glauben.
ER hat mehr POWER! Für jeden Tag wird ein Aspekt zur Betrachtung vorgeschlagen,
durch den Jesus damals, zu seinen irdischen Lebzeiten Menschen verwandelt hat
und durch den er heute, zu seinen himmlischen Lebzeiten immer noch Menschen verwandelt.
In seiner Einleitung zur AGW schreibt Jürgen Werth und zitiert dabei Martin Luther:
„Ein Christ ist im Werden und nicht im Gewordensein.“
- was ein Ernüchterungssatz ist!
Nie sind wir fertig. Nie ist ER mit uns fertig.
Was aber vor allem ein Hoffnungssatz ist!
Für uns, unsere Gemeinden, für die Evangelische Allianz.
Nichts muss so bleiben wie es ist.“
Täglich wird auch ein Gedanken- und Gebets-Impuls zu GLAM angesprochen:
>>> siehe nächster Artikel >>>
Sigrid Nielsen
GLAM
Glaube am Montag - Natürlich Christ sein 2012
Wir wollen uns als Arche NF mit hinein nehmen lassen in diese Gedanken und Aktionen.
Jürgen Werth schreibt: „GLAM lädt ein, Glaube und Spiritualität lebendig werden zu lassen
und Christus mitten im Leben nachzufolgen ...
Zu den Zielen von GLAM gehört es auch, das Zusammenspiel zwischen Sonntag und Alltag,
bzw. Gemeindearbeit und persönlicher Nachfolge zu vertiefen.“
Wir alle haben Erfahrungen mit unserem ChristSein gemacht,
ob wir nun Theologie studiert haben oder nicht.
Wir machen Erfahrungen am Sonntag, aber auch an den 6 Tagen danach, im Alltag.
Diese Erfahrungen, seien sie gut oder schlecht, wollen wir verstärkt miteinander teilen,
uns gegenseitig auf gute Ideen bringen, um den Mut zu haben,
Salz in der Suppe und Licht im Dunkel der Welt zu sein.
Wir müssen uns als Christen nicht verstecken, wir tun nichts Schlimmes,
und wir sind nicht anders (besser oder schlechter) als alle anderen.
Die Botschaft von Jesus ist gut, hilfreich, tröstlich, ermutigend und wegweisend.
Ja, manchmal auch herausfordernd.
Wir glauben an den Jesus, der verwandelt:
zuerst uns, dadurch auch unsere Umgebung und letzlich die Welt, mehr oder weniger.
Wenn wir nicht Salz und Licht sind - wer dann?!
Einwand: „Wir sind doch nur so ein kleines Häufchen.
Und was kann ich schon ausrichten in der Welt?!“
Zusage Gottes in der Jahreslosung:
„MEINE Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ (2. Korinther 12,9)
Lasst uns doch ausprobieren, was wir, verwandelt durch Jesus und gestärkt durch Gottes Kraft, tun können.
Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt!
Herzliche Einladung
Sigrid Nielsen
Theatergruppe
„Uns geht's doch prima.
Wir haben Familie,
ein Dach über dem Kopf und diese Sommersonnenwiese gehört nur uns allein.“
Wenn Fine, die Biene, das sagt, meint sie es auch wirklich so.
Ihre zwei Freunde, Schleimer, die Schnecke, und Giovanni, die Ameise,
freuen sich natürlich auch, gemeinsam ihre Zeit auf der Sommer-sonnenwiese zu verbringen,
statt mit den Geschwistern, die immer nerven, oder anderen Problemen.
Doch für sie gibt es noch ein viel größeres Problem: Lucie.
Das Glühwürmchen – auch „Geschöpf der Nacht“ genannt -
können sie überhaupt nicht ausstehen.
Wie die Geschichte allerdings weiter geht wird noch nicht verraten.
Die Mädels und Jungs von der Theatergruppe wissen natürlich wie es weitergeht.
Sie freuen sich immer auf den Montagnachmittag, da sich die Theatergruppe zu der Zeit trifft.
Sie machen Spiele, Essen und Reden.
Aber der Hauptgrund warum wir uns treffen ist, dass wir unsere Rollen einstudieren,
das Zusammenspiel mit den anderen Spielern des Stücks proben und die verschiedenen Songs einüben.
Da die Kids alle begeistert und motiviert Theater spielen und die Songs singen,
ist das Ganze natürlich mit viel Spaß und Freude verbunden.
Die Eltern unterstützen sie dabei prima z.B. mit Hinbringen und Abholen, Essen und Kulissen malen.
Wenn du gerne helfen möchtest, z.B. beim Kulissen malen, Kostüme kreieren, Essen kochen
(bevor wir mit Proben anfangen, essen wir immer gemeinsam), Songs und Texte einstudieren,
dann darfst du dich gerne bei Iris (iris-frontzek(at)t-online.de) melden.
Iris Frontzek
Neues vom stelzentreff
Es hat sich viel getan:
„Lass dich nicht vom Bösen überwinden,
sondern überwinde das Böse mit Gutem.“
(Römer 12,21)
Mit Andrea Meyer ist eine Kindermitarbeiterin weggezogen:
Doch jetzt: Nachdem sie von unserem Mangel hörte, hat Daniela Beier ihre langjährigen Überlegungen
in die Tat umgesetzt und arbeitet sonntags in der Kinderstunde mit.
Schön, dass du dabei bist!
Es gibt wenig Kinder in der Gemeinde, doch:
Timothy Eckel, der sonntags oft als einziges Kind da war, ließ sich am Laptop einweisen.
Klasse!
Und vielen Dank, denn auch dort herrscht Mitarbeitermangel!
Und es gibt noch mehr Gutes:
Der Stelzentreff trifft sich in der Weihnachtszeit mit der Kindergruppe der evangelischen Kirchengemeinde
in den Räumlichkeiten der Christuskirche in Niebüll.
Gemeinsam üben wir ein Krippenspiel ein, welches dort im Heiligabendgottesdienst um 15:00 Uhr aufgeführt wird.
Bei uns in der Arche wird im Rahmen des Gottesdienstes am 18. Dezember um 14:00 Uhr die Generalprobe stattfinden.
Ab Januar geht es dann wie gewohnt in der Arche weiter.
Bitte betet für neue Mitarbeiter in diesem Bereich.
Betet für Menschen wie Daniela und Timothy, die sich an neue Aufgaben heranwagen.
Ich bin gespannt darauf, was wir alles erleben werden, wenn wir uns an Gottes Wort festhalten:
„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ (2. Korinther 12,9)
– darauf vertraue ich!
Inka Kleipsties
